Spielbericht: 1. FC Kaiserslautern - Hallescher FC 3:1

Heimsieg für die Roten Teufel vom Betzenberg

12.05.2021, 09:26 Uhr - Autor: Gerrit Schnabel

Jawoll! Sie können es (doch) noch: Gegen den Halleschen FC gelingt dem 1. FC Kaiserslautern nicht nur der langersehnte zweite Heimsieg der Saison. Mindestens genauso wichtig: Die Hoffnung ist zurück am Betzenberg.

Foto: FCK-Heimspiel gegen Halle

Foto: Eibner-Pressefoto / Alexander Neis

Dass die treuen Fans des FCK ihre Mannschaft in der sportlich größten Not der Vereinsgeschichte nicht im Stadion unterstützen können, das tut mindestens genauso weh, wie der Blick auf die aktuelle Drittliga-Tabelle. Doch FCK-Fans wären keine FCK-Fans, wenn sie in dieser Misere nicht kreativ würden. So hatten sich heute rund 40 vor dem Fritz-Walter-Stadion eingefunden, die coronakonform und mit viel Abstand den FCK-Mannschaftsbus empfingen. Doch damit nicht genug: Über die kompletten 90 Minuten harrten die Fans vor dem Marathontor an der Westkurve aus, sangen, unterstützen und litten mit ihrem FCK. Außerdem waren erstmals seit Beginn der Geisterspiele große Transparente von Fanclubs in der Westkurve angebracht. Darauf aufmunternde Worte wie: "Kopf hoch - Brust raus" oder "10 Spiele, 6 Siege = Klassenerhalt". Auf einem großen Banner vor der West war in großen weißen Lettern auf rotem Grund zu lesen: "Endspurt heißt Siege erzwingen!" Es sollte das Motto des Tages werden.

Endlich wieder Pourié: Der FCK zeigt die benötigte Reaktion nach dem Abrutschen auf den Abstiegsplatz

Und was soll man sagen? Die Roten Teufel spielten - ganz anders als noch in Magdeburg - endlich wieder so, dass sie ihrem Namen gerecht wurden. Nach einem perfekt getretenen Eckball kam Marvin Pourié in der zwölften Minute frei zum Kopfball, HFC-Keeper Sven Müller war schon geschlagen, doch der ehemalige Lautrer Janek Sternberg klärte mit dem Fuß auf der Linie. Dass beide Mannschaften den Kampf annahmen, sieht man auch daran, dass in der ersten Halbzeit bereits fünf Gelbe Karten gezeigt wurden - drei davon gegen den FCK. Es war aber auch der unsicheren Spielleitung von Schiedsrichter Michael Bacher geschuldet, der später noch zeigen sollte, dass Fingerspitzengefühl nicht zu seinen Stärken gehört.

Doch der FCK ließ sich heute weder vom Schiedsrichter beeinflussen noch von ehemaligen Spielern. Ganz im Gegenteil: Nach knapp einer halben Stunde ließ Anas Ouahim auf der rechten Seite gleich mehrere Hallenser alt aussehen - darunter auch Sternberg. Sein Pass fand im Strafraum Pourié, der sich mit Verteidiger Stipe Vucur gegen einen weiteren Ex-Lautrer durchsetzen konnte und kaltschnäuzig zum 1:0 einschob. Ausgerechnet Pourié. Zwischenzeitlich zu Individualtraining verdonnert, wartete der 30-Jährige seit mittlerweile acht Partien auf einen Treffer. Dementsprechend groß war der Jubel. In diesem Moment fielen deutliche Brocken vom rot-weiß-roten Herzen.

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Foto: Jubelnde FCK-Profis

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Der 1. FC Kaiserslautern hat sein Heimspiel gegen den Halleschen FC mit 3:1 gewonnen. Die Tore für die Roten Teufel, die damit weiteren Boden gutmachen, erzielten Marvin Pourié, Kevin Kraus und Philipp Hercher. xxxie damit weiteren Boden gutmachen, erzielten Marvin Pourié, Kevin Kraus und Philipp Herch. Vereinssatzung.